Die Geschichte eines modischen Rebellen

Written by Luis

Dunkles, braunes oder schwarzes Leder zeichnet sie aus. Rocker, Punks, Promis, Polizisten und Piloten verliehen ihr immer einen einschüchternden Image. dieser Tage ist die Lederjacke weit weg vom Bad-Boy-Look. Sie ist ein Erwerb für das Leben – egal ob aus praktischen Gründen wie beispielsweise zum Biken, als Dienstkleidung der Polizei und Sicherheitsdiensten oder zu Modezwecken. Das Symbol der Gesetzlosigkeit hat die Modewelt erreicht. Und jede Jacke hat ihre persönliche Geschichte.

Die Geschichte

Eine Saga: Von vorteilhaften und rebellischen Anlässen in die Modewelt

Das Kleidungsstück mit Vergangenheit wurde schon früh entdeckt. Nomadenvölker entwickelten die ersten Felljacken, um sich vorrangig gegen die Kälte zu sichern. Die glatte und feste Oberfläche erwies sich darüber hinaus auch als überaus wetterbeständig. Dieses Eigenschaft kam auch Soldaten zugute, welche sich auf dem Gefechtsfeld ebenfalls mit Lederjacken kleideten. Bekannter sind jedoch die Piloten, die mit den Fliegerjacken das Fundament für den späteren Ruf der Lederjacke legten. Ihren Siegeszug trat die Jacke jedoch zuerst in den Fünfzigern an – die Biker-Bewegung der Jugend gab ihr den modischen Touch. Die Rockmusik tat ihr Übriges und die Jacke der Revolte und Gesetzlosigkeit war geboren.
In den Siebzigern entdeckten die Punks die Lederjacke als ihr Teil der Bekleidung, vorwärts getrieben von Seiten Bands wie den „Sex Pistols“ oder „The Ramones“. In den Achtzigern und Neuzigern sorgten Spielfilme und Videos dafür, dass die Lederjacke in Gespräch blieb: „Terminator“, „Dirty Dancing“ oder „Indiana Jones“. „ In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entdeckten auch die Modeschöpfer die Lederjacke, die bis dahin fast nur schwarz oder braun war. Sie verpassten der Jacke modische Schnitte und Farben und zusätzliche Accessoires. Damit schaffte es das Symbol der Revolte auch auf die Laufstege dieser Erde und in die Kleiderschränke der High-Society.

In allen Töne und Formen: Die Lederjacke ist nicht mehr wegzudenken

Es gibt beachtliche Unterschiede zwischen Lederjacken hergestellt für Fashion-Zwecke und jenen die zum Schutz getragen werden (bei Aktivitäten wie z. B. Motorradfahren). Lederjacken die zu Schutz-Zwecken entworfen wurden, sind Sicherheitsausrüstung und schwerer, dicker und oft mit Platten verstärkt, und demnach ein sehr praktischer Kleidungsgegenstand geworden, unabhängig von der durch die Popkultur induzierten Symbolik. Eine Lederjacke, die für Fashion-Zwecke entworfen wurde, würde bei einem Motorradunfall keinen Schutz bieten.

Lederjacken finden zudem auch als Uniform oder Dienstkleidung Verwendung. So kann man sie in Deutschland als Teil der Dienstkleidung bzw. Uniform bei der Polizei, dem Zoll, Ordnungsämtern, für die Triebfahrzeugführer der Deutschen Bahn oder anderen kommunalen und privaten Verkehrsbetrieben finden.

Der Lederjacke haftet oft ein hartes, klischee-männliches Image an. Die Assoziationen zur Welt der Motorradfahrer, Kampfflieger, Polizisten etc. ist auch bei modischen Jacken durch die stilistische Nähe häufig noch zu spüren. Bestimmte Schnitte von Lederjacken werden zudem mit gewissen Subkulturen in Verbindung gebracht. Häufig sind es Subkulturen, bei denen Härte oder traditionelle Bilder von Männlichkeit eine Rolle spielen. Zum Beispiel wurden / werden Varianten der Lederjacke oft mit Rock ’n’ Roll, Rockabilly, Rockern, Punks, Goths, Metallern, Rivetheads usw. assoziiert. Darüber hinaus auch mit einzelnen Persönlichkeiten von Rock-Stars.

 

Die Lederjacke In der Popkultur

Es gibt viele weitere Beispiele von ikonischen Lederjacken in der Popkultur, wie z. B. diejenige getragen vom T-800-Charakter aus Terminator-Filmen und der längere ¾-Längen Trench Coat-Stil getragen von Aktionhelden wie Steven Seagal oder Keanu Reeves und Laurence Fishburne in den Matrix-Filmen. Ein anderes Beispiel ist die von Brad Pitt getragene Lederjacke – eine New Hampstead Blazer – in dem Film Fight Club, wo der Antagonist „Tyler Durden“ ständig mit anderen Varianten seiner ‚roten‘ Lederjacken auftaucht. Weitere berühmte Lederjacken-Ikonen schließen die von den Mitgliedern der Black Panthers in den 1960ern und 1970ern getragenen ein, Punkrock-Gruppen wie Ramones, die Libertines, Mitglieder der Heavy-Metal-Subkultur etc. Bei den meisten Beispielen aus der Popkultur werden die Jacken von Leuten getragen, die ein einschüchterndes oder potentiell gewalttätiges oder rebellisches Image pflegen. Die hellbraune Lederjacke wurde im Bereich Britpop und Independent Musik-Image und -Kultur sehr populär und wurde unter anderem von Kelly Jones von den Stereophonics getragen. Auch die Punk-Kultur setzt auf Lederjacken mit Accessoires wie Ketten, Bolzen oder Nieten. Viele „Metal Heads“ halten sich an den Judas-Priest-Look (schwarze Lederjacke und Lederhosen, Ketten und eine Unmenge an Nieten).

 

 

Quellen:
http://www.stylejournal.de/mode/bekleidung/jacken/lederjacken
https://de.wikipedia.org/wiki/Lederjacke